Kamen Rider Revice Kurzfilm Review

Im Juli 2021 wurden mit dem Crossover-Film „Saber + Zenkaiger: Superhero Senki“ gleich zwei große Jubiläen in den japanischen Kinos gefeiert: das 45. Bestehen von Super Sentai sowie das 50. von Kamen Rider. Dabei wurde ebenfalls der Kurzfilm von Kamen Rider Revice ausgestrahlt, um den es in diesem Beitrag geht.

Vorweg sei erwähnt, dass ich den Film durch die DVD/Blu-Ray Veröffentlichung erst jetzt schauen konnte, da es bei Kinofilmen immer recht schwierig ist, mal eben kurz nach Japan ins Kino zu gehen. ~Gomennasai Mina-san~
Daher kommt die Review erst jetzt.

Wann spielt der Film?

Glücklicherweise passt sie aber hervorragend in den Rhytmus der Reviews. Chronologisch spielt der Film nämlich an zwei Punkten: Den Anfang um den Angriff auf das Genome Labor von Fenix kennen wir als Rückblende aus Folge eins. Später wird Hiromi sogar dafür verantwortlich gemacht, den wir aber in diesen Szenen nicht zu sehen bekommen. Vielmehr sieht man lediglich George in seinem Labor, und das Labor selbst. Nichts Spannendes an dieser Stelle. Es dauert auch nicht lange, bis das Labor durch Olteca und den Giff Junors angegriffen wird und George realisiert, dass es Zeit für seine neuste Entwicklung, den Revice Driver, ist. Der ist immer noch frisch verpackt in dem Kasten, den wir ebenfalls aus der ersten Folge kennen, bevor Hiromi ihn auf der Zeremonie einschlägt, um den Driver nutzten zu können.

Logo zum 50. Kamen Rider Jubiläum

Gelungen finde ich die kleine Eröffnungssequenz, in der wir (per Kamera) über bzw um das Jubiläumslogo herum gleiten, und dabei Bewegtbilder der einzelnen Kamen Rider aus vergangenen Folgen sehen, bis es sich in voller Gänze über den Bildschirm erstreckt. Ein guter Vergleich dazu wäre das Marvel Logo am Anfang der neueren MCU Filme.

Danach machen wir einen Zeitsprung nach vorne, in dem Ikki und Vice bereits den Vertrag eingegangen sind. Und hier wird es etwas kompliziert mit der Einordnung. Zwar sagt Produzent Taku Mochizuki, dass der restliche Film zwischen den Episoden 3 & 4 spielt, was aber nicht ganz mit den Ereignissen aus diesen Folgen übereinstimmt.

Als Olteca im Begriff ist, mit dem aus dem Laborangriff gestohlenen Spider Vistamp einen Deadman zu erschaffen, wird das von Revice in der Ptera Genome Form verhindert. Den Ptera Vistamp bekommt er allerdings erst in Folge vier. Aufgrund der fortlaufenden Ereignisse, spielt der Film womöglich zwischen der Befreiung von Ayaka und Ikkis Beitritt zu Fenix, da er in dem Film scheinbar noch kein Mitglied ist. Nun wo das geklärt ist, weiter im Text.

Abgedreht

Vice stellt sich und Revi mitten im Kampf vor

Revi und Vice sind jetzt also mitten im Kampf gegen die Giff Juniors und leider wirkt dieser Kampf zum Teil nicht allzu gut. Besonders, wenn man den Film erst nach Folge vier (chronologisch), anstatt vor Folge eins (Zeitpunkt der Veröffentlichung), schaut. Hier passiert genau das, wovor ich bei Vice Angst hatte: dass seine Art in die Kamera zu reden, den Fluss des Kampfes beeinflussen würde. Allerdings hatte er hier die Aufgabe sich und Revi uns Zuschauern vorzustellen. Allgemein wirkt Vice hier ziemlich abgehoben. Er fährt mitten im Kampf Karussell oder hält die Unterhaltung darüber, warum Menschen baden und dass er das auch gerne machen würde, für wichtiger, wobei auch gleich das Happy Spa erwähnt wird. Ein bisschen Action und ein paar Attacken sehen wir, die wir schon aus den ersten zwei Folgen kennen. Wieder nichts Neues, jedoch macht es hier schon mehr Spaß das mit anzusehen.

Vice als Badeente

Zurück im Happy Spa wird Ikki beim Baden von den gleichen zwei Personen gestört, die schon am Anfang von Folge 3 das Badehaus zwecks Abriss räumen wollten. Vertrieben werden sie von Vice, der sich durchs Stempeln jetzt in einer Badeente befindet, welche wiederrum sehr groß und zum Fürchten ist. Lustig finde ich hierbei Ikki, der nach der Flucht der beiden nur mit einem Handtuch bekleidet ebenfalls auf die Straße läuft. Sein Bruder Daiji kommt auch gleich angefahren und findet das schon ein wenig ungewöhnlich, bevor er Ikki den Megadolon Vistamp übergibt und es zu einem neuen Vorfall geht.

Auf Augenhöhe

Am Ort des Geschehens wird (zum damaligen Zeitpunkt) das erste Mal die Verwandlung gezeigt, welche hier richtig gut in Szene gesetzt ist. Ich würde sogar sagen etwas mehr, als später bei der Premiere im Sepember. Der Kampf hier wirkt jetzt auch besser, so wie man es kennt. Das Einzige, was keinen Sinn macht, ist Vices Reaktion auf seine von Ikki aktivierte, feuerspuckende, Attacke. Er schien ziemlich überrascht darüber zu sein, obwohl er das bereits in der zweiten Folge getan hatte.

Revice Megalodon Genome Form

Nach einem Wechsel zur Ptera Genome Form, die auch nicht wirklich was ausrichten kann, verwandeln sich die zwei in die neue Megadolon Genome Form, die auf Kamen Rider Decade basiert. Und hier wird’s richtig cool. Erst einmal würde ich sagen, dass Vice das erste Mal cooler aussieht, als Revi. Der Haikopf hat definitiv was. Seine Attacke gegenüber die Giff Juniors ist optisch wie praktisch richtig gut und ich hoffe davon mehr in der Serie zu sehen. Ganz zu schweigen, dass das „in die Kamera reden“ jetzt viel besser funktioniert.

Megadolon Remix Form

Am Schluss des Films kommt Vice dann auch endlich dazu baden zu können. Der Witz daran ist, dass beide als Kamen Rider im Bad sitzen, oder sich auf japanische Art vor und nach so einem Bad waschen. Auch wenn das lächerlich aussieht, macht es innerhalb der Revice Welt jedoch Sinn. Denn Vice kann in physischer Form nur als Kamen Rider existieren. Sobald Ikki den Vistamp entfernt, wird Vice wieder in ihn hineingezogen. Nebenbei ist das auch wieder so die Art Humor, die mir gefällt.

Natürlich bekommen wir auch den Megalodon Remix zu sehen, der mir irgendwie gefällt, auch wenn Revi sich ein bisschen biegen muss. Als würde er schwimmen, schwebt der Remix in der Luft und kann sich logischerwesie auch zu Wasser gut bewegen, was bei einem Meerestier aber zu erwarten war. Schlussendlich können sie den Spider Deadman besiegen und die Finisher Pose ist auch wieder sehr gelungen, welche mir bisher alle recht gut gefallen.

Nach den Anstrengungen des Tages, erlaubt Ikki seinem dämonischen Partner ein Bad.

In den wirklich letzten Sekunden wird uns schon hier etwas gezeigt, was später (bzw. zuvor) in Folge 4 ebenfalls zu sehen war: Ikki verschwindet Marty McFly-artig aus einem Foto. Das macht mich jetzt noch neugieriger, was es damit auf sich hat.

Fazit

Der Film hat definitiv mit den Megadolon Genome Szenen seine Stärken, die mir definitiv gefallen haben. Die Remix Formen haben ja schon so ihre Eigenheiten, womit ich aber mittlerweile klarkomme. Nebenbei gibt es durch Vice auch ein klein wenig was zum Schmunzeln. Auch wenn nicht all zu viel Kontext besteht in dem was man sieht, hat der Film die wichtigsten Dinge und Charaktere angerissen und man weiß somit grob worauf man sich bei der Serie ungefähr einlässt.

Leider ist der Film eine reine Promo-Show für die damals in zwei Monaten beginnende Serie. Somit wird hier alles (ohne großen Kontext) gezeigt, was man hat und das wirkt stellenweise einfach zu gewollt überladen. Gerade auch, dass Vice gegen Anfang so dermaßen abseits vom Kampf agiert, wirkt schon seltsam. Besonders, wenn der Film gegen Episode 4 herum spielen soll. Sein Verhalten passt viel mehr zu den ersten Folgen, wo er tatsächlich noch gemacht hat, was er will. Ich kann durchaus verstehen, wenn diese Art Serienvorschau Zuschauer abschreckt.

Im Endeffekt ist man bei dem Film wohl besser dran, ihn noch vor Folge eins zu schauen. Ansonsten ist es doch schon ein Rückschritt zu dem, was man in den ersten vier Folgen geboten bekam. Wer die Serie allerdings gesehen hat und nichts verpassen will, dem empfehle ich sich lediglich die Szenen des Megalodon Genome anzuschauen (Minute 16-19) und ggf. im Anschluss die zwei beim Baden. Andernfalls bekommt ihr eine Zusammenstellung mit Dingen, die ihr bereits kennt – ohne großartige Story, dafür aber mit mehr oder weniger cooler Action.

Das wars mit dem Film. Ich hoffe es hat euch weitergeholfen und wir lesen uns zur nächsten Folge. Bis dahin!

Veröffentlicht von shinkenrider

Ich bin Serienjunkie, mag Mangas sowie Tokusatsu. Besonders Kamen Rider hat es mir angetan, womit ich auch eine große Sammeleidenschaft teile.

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