Kami no Kiba: JINGA (GARO) – Die Review

Kami no Kiba: JINGA ist ein GARO Spin-off aus dem Jahr 2018. In der Serie geht es um Jinga, der als wiedergeborener Makai-Ritter, seiner vergangenen Dunkelheit gegenübersteht.

Erfahrt in meinem neusten Review-Beitrag alles über die Serie und genießt mit mir einen kleinen Einblick, in diesen fantastischen Serienableger…


Masahiro Inoue als Jinga

Masahiro Inoue hat sich zwar unter Tokusatsu-Fans einen Namen als Tsukasa Kadoya, in Kamen Rider Decade gemacht, aber in den letzten Jahren hat er auch als Teil von GARO einen ebenso großen Eindruck hinterlassen.

Zum ersten Mal im Jahr 2015 in Gold Storm Shō zu sehen und zwei Jahre später in Kami no Kiba, ist der zum Horror gewordene Makai-Ritter Jinga nicht nur Dougai Ryuga’s wiederkehrender Rivale, sondern auch einer der fesselndsten Bösewichte des ganzen GARO-Franchise geworden.


Ein Charakter, der einfach perfekt für ein eigenes Spin-off war und mit Kami no Kiba: Jinga (Fang of God: Jinga) genau das bekam.


Doch Jingas Geschichte als Makai-Ritter vor dem Tod seines Sohnes oder dem Sturz in die Dunkelheit zu erforschen, wäre zu einfach, denn diese 13-Folgen Serie hat einen sehr viel interessanteren Ansatz zur Erweiterung des Charakters verfolgt…

Das hat Ryuga sicher nicht kommen sehen…

Nach dem Kampf gegen Garo (Dougai Ryuga) und seiner anschließenden Niederlage durch den Ur-Horror Messiah (im Makai-Reich), wird Jinga schließlich als Jinga Mikage wiedergeboren, ein Makai-Ritter, der in eine lange Reihe von Makai-Nutzern hineingeboren wurde. Obwohl er keine Erinnerung an sein früheres Leben hat und an einem vergangenen Trauma leidet, weil sein Vater in einen Horror verwandelt wurde, ist Jinga ein fähiger Ritter, der an der Seite von Makai-Priester Fusa als Shining Shadow Knight Roze kämpft.

Wiedergeboren als Licht… Doch wo Licht ist, lauern Schatten!

Nachdem Jinga auf einer Routinemission von einem Horror gebissen wurde, entdeckt er, dass er die Fähigkeit besitzt, Menschen aus Horrorbesitz zu befreien, was eigentlich unmöglich sein müsste! Denn Horror fressen Menschen auf und imitieren diese dann lediglich samt Charakter und Emotionen. Plötzlich ist Jinga jedoch in der Lage, die Menschheit auf eine Weise zu retten, wie es der Makai-Orden noch nie zuvor geschafft hat und macht sich daran, seine wundersamen neuen Kräfte auf die Probe zu stellen, was auch direkt zu Aufruhr und Skepsis im Makai-Orden führt. Jingas dunkle Persönlichkeit lebt jedoch immer noch in Jinga Mikage, was in einer Identitätskrise gipfelt, in der nur eine Version überleben kann.


Eine Serie mit einer reinkarnierten Version des Charakters und dessen eigener Hintergrundgeschichte zu starten, ist eine ziemlich mutige Art, ein GARO Spin-off zu machen. Obwohl wir bei jeder GARO-Serie sehr wenig über den Mann wissen, der die goldene Rüstung anlegt, stößt Jinga Mikage stattdessen sofort auf vorgefasste Meinungen! Denn als Held ist er alles andere als unsympathisch, fehlerhaft, gar empathisch und in gewisser Weise sogar menschlicher als viele der anderen Makai-Ritter, die wir in der Vergangenheit gesehen haben.

Und auch ohne die Verbindungen zum vorherigen bösen Jinga spielt sein Hintergrund eine große Rolle in der Geschichte, da seine Mutter von seinem Horror-„besessenen“ Vater getötet wurde und dieser dann schließlich von Jinga selbst getötet werden musste. Sowohl das Konzept als auch die Rückblenden sind wirklich effektiv, um sein emotionales Trauma darzustellen, sowie seinen festen und unmittelbaren Glauben zu stärken, dass seine neuen Kräfte für etwas Größeres bestimmt sind.

Obwohl sich die ersten Folgen großteils wie eine Standard GARO-Serie mit „normalen“ Horror-Begegnungen anfühlen, beginnt die Geschichte wirklich mit dem Format und der Betonung der Charaktere zu spielen, sobald Jinga zum ersten Mal auf seine dunkle Vergangenheit trifft…

Zu Beginn der Serie war es praktisch eine Selbstverständlichkeit, dass der gute Jinga Mikage nicht für immer vor sich selbst davonlaufen konnte, aber die Geschichte spielt seine Handlungen so, dass nicht immer klar ist, welche seiner Personas wirklich die Kontrolle hat. Während des guten Mikages Verhalten sowohl durch die Identitätskrise als auch durch die steigende Macht seiner neuen Kräfte zunehmend unberechenbar wird, werden Schockmomente immer zweideutiger!
Schauspieler Masahiro Inoue übernimmt als zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die denselben Körper teilen, eine doppelte Aufgabe und geht wunderbar damit um! Dadurch macht er sehr deutlich, warum er nicht nur zu einem so wichtigen Teil von GARO geworden ist, sondern auch, warum er der perfekte Mann für den Job war! Grandios!


Obwohl die größte Stärke der Serie im Kampf zwischen den beiden Jingas liegt, wäre es falsch nicht auch die Nebendarsteller zu loben. Makai-Priester Fusa arbeitet als großartiger Partner für Jinga und bietet eine unterstützende Rolle im Kampf, während Jinga die Horrors frontal angreift (ähnlich zu Rian aus Goldstorm). Ihre persönliche Beziehung zu ihm wird auch zunehmend interessanter, sobald Jingas Abstieg in die Dunkelheit beginnt, da die Geschichte ihre Verdächtigungen und Konflikte brillant darstellt.

Alle Rollen waren klasse!

Zu den beiden gesellt sich auch Jingas Bruder Toma der mit ihnen, sein Makai-Ritter Training im Einsatz fortsetzt. Ein prominenter Kindercharakter ist auch eine neue Richtung für GARO und wieder einmal leisten sie hervorragende Arbeit, indem sie nicht nur einen oder zwei glaubwürdige Charaktere entwickeln, sondern auch eine fesselnde Geschichte, die parallel zur Haupthandlung verläuft. Traumatisiert von den Ereignissen rund um seine Eltern tritt der junge Toma mit ausgelöschten Erinnerungen an diese Zeit in die Serie ein… Darüber hinaus liefert uns die Geschichte auch verschiedene andere Charaktere des Makai-Ordens, die in den paar Folgen kommen und gehen… Denn einige misstrauen Jingas neuen Fähigkeiten und beginnen direkt mit der Untersuchung von Jingas Geisteszustand.

Trotz dieser Einführung von Charakteren außerhalb des Kerntrios der Serie, verliert sie in keinster Weise, den tiefen persönlichen Einblick und damit ihren großen Vorteil, denn sie stellt ein wirklich persönliches & auch emotionales Kapitel in der GARO-Geschichte dar. Und GARO war schon immer sehr emotional im Umgang mit der Geschichte! Da noch eins draufzulegen ist schon ne Nummer! Hut ab!

Jinga funktioniert auch so gut als Spin-off, weil es die üblichen Moralvorstellungen und Erwartungen von GARO untergräbt. Obwohl es sich um eine Tokusatsu-Serie handeln mag, die sich an ein älteres Publikum richtet, behält sie die gleichen Grundwerte bei wie alle anderen Serien und geht letztendlich darum, dass das Gute über das Böse triumphiert, egal wie die Chancen stehen… Doch Jinga hingegen ist im Vergleich dazu eine völlig düstere Angelegenheit, und es ist der Bösewicht, der den ganzen Reiz ausmacht! Er ist der einzige Charakter, mit dem das Publikum in der Show vertraut ist und dank Masahiro Inoue´s unersättlichem Charme, möchten wir ihn nicht nur öfter sehen und herausfinden was er vorhat, sondern wir wollen ihn sogar gewinnen sehen!
Diese Serie liefert das an allen Fronten und die letzten Folgen sind geradezu umwerfend im Vergleich zu dem, was man von einem typischen GARO-Finale erwarten würde.

Kami no Kiba: Jinga ist vielleicht das bisher faszinierendste Spin-off der GARO-Serie und bietet die gleiche episodische Monster-Action, die das Franchise immer bietet, aber mit einem introspektiven Blick auf seine Hauptfigur. GAROs Schlüsselprinzipien von Licht und Hoffnung werden beiseite geschoben, während die Show eine weitaus düsterere Wendung nimmt, sodass Schauspieler Inoue sowohl als widersprüchlicher Jinga Mikage als auch als hypnotisch schurkischer Horror-Jinga wirklich glänzen kann. Ob sein Ende zu noch mehr führen wird, ist noch abzuwarten, aber etwas sagt mir, dass dies nicht das letzte Mal ist, dass wir Jinga oder Amily sehen werden…


Wer mal reinschauen möchte, dem empfehle ich mein Musikvideo mit heller & dunkler Seite, sowie dem Original-Soundtrack zur Serie, von JAM Project:


Kami no Kiba: Jinga ist definitiv eine hochgradige Empfehlung meinerseits!


Für GARO-Neulinge könnte die Serie vielleicht etwas viele Infos aufeinmal liefern, doch wer mindestens eine Serie und deren Grund-Thematik kennt, findet hier ein wirklich sehr, sehr gutes Spin-off, welches sich traut auch mal ganz andere Wege zu gehen… Denn der Weg der Finsternis war niemals interessanter!

Ich danke euch fürs lesen und eure Zeit! Weitere Reviews zu GARO oder auch anderen Serien folgen im Laufe der Zeit… Schaut einfach hin und wieder mal vorbei oder besucht einen unserer Kanäle: YouTube, Twitter, Facebook & Pinterest


Und für weitere Informationen zum GARO-Franchise oder GIFs, Bilder zur Sammlung und vieles mehr, folgt meinem reinen GARO-Profil auf Twitter: @OgonKishiGER

Ich bin nämlich nicht nur großer Fan, sondern auch Deutschlands größter GARO Sammler! 👑

Bis bald liebe Nerd Freunde, ich wünsche Euch allen ein wenig Mut & Freude in dieser schweren Zeit und vorallem… Bleibt geschmeidig! 🖖

Euer Rudi361 von BLOFF!

Veröffentlicht von Rudi361

#Rudi361 - Fan von guten Comics, Serien, Games, Anime & Tokusatsu... Deutschlands größter GARO Sammler! 👑

Ein Kommentar zu “Kami no Kiba: JINGA (GARO) – Die Review

  1. jinga war einer der best geschriebenen chars und hat mit Inoue meiner meinung nach den perfekten darsteller

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